Landa rückt an das Spitzenbrett auf
Saturday, November 18th, 2006Heutiger Gegner Werder Bremen zählt zu den Titelfavoriten. Gastgeber Hamburger SK ist genauso stark wie der SV Nord SCHACH 1. BUNDESLIGAGestern Abend checkte eine 10-köpfige Delegation des Schach-Bundesligisten SV Nord im Hamburger Ibis-Hotel ein. Die Mission: Aus dem Bundesliga-Spieltag im Kasino der Signal-Iduna-Versicherung am Kapstadtring will der SV drei Punkte mitbringen. Ihre Koffer packten die Mülheimer aber nicht sofort aus. Nach der Ankunft ging es direkt weiter zum Ort des Geschehens. Denn gestern trafen die Gegner Hamburger SK und Werder Bremen aufeinander - die Mülheimer konnten ihre Kontrahenten direkt beobachten und ihre Eröffnungsvarianten studieren. Die Mülheimer sind ohne Pavel Tregubov und Vitali Golod an die Elbe gefahren.
Deshalb verschiebt sich die Mannschaftsaufstellung ein wenig. Neue Nummer eins ist Konstantin Landa, der am ersten Bundesliga-Spieltag überzeugte und beide Partien gewann. Dahinter kommen Daniel Fridman (2), Felix Levin (3), Mihail Saltaev (4), Daniel Hausrath (5), Gerhard Schebler (6), Guido Kern (7) und Olaf Wegener (8) zum Einsatz. Die schwere Aufgabe wartet heute ab 14 Uhr auf den SV Nord.
Der SV Werder Bremen wurde in der Saison 2004/2005 Deutscher Meister - und das Aufgebot der Bremer hat sich nicht verändert. Lieber würden die Mülheimer am Schachbrett gegen die Bremer Fußballer um Miroslav Klose antreten als gegen die bärenstarke Schach-Abteilung.
Der SV-Vorsitzende Heinz Schmitz erwartet die Bremer in Bestbesetzung. Der Engländer Luke McShane (1) und die Ukrainer Zahar Efimenko (2) und Alexander Areshchenko (3) sind die besten Spieler. “Angestrebt ist ein 4:4″, sagt Heinz Schmitz und ergänzt: “Dieses Ergebnis kommt im Schach oft vor.
Es gibt vier Mannschaften, die um die Meisterschaft mitspielen. Bremen gehört dazu.” Heute Abend treffen sich die Mülheimer in der Hotellobby, trinken gemeinsam höchstens zwei Bier. Schmitz: “Damit die Spannung etwas abfällt.” Das Duell gegen Gastgeber Hamburger SK am Sonntag ab 10 Uhr ist eine lösbare Aufgabe. Beide Teams sind in etwa gleich einzuschätzen.
Der Elo-Durchschnitt der besten zehn gemeldeten Spieler beträgt bei Hamburg 2523 Punkte, beim SV Nord 2513. Damit es bei den Mülheimern optimal läuft, muss Gerhard Schebler am sechsten Brett gut spielen. Er verlor seine ersten beiden Partien und ist deshalb das Mülheimer Sorgenkind.
“Er stand schon nach den Eröffnungen schlecht und ist im Moment etwas verzweifelt. In der ersten Mannschaft sind alle Supercracks, die benennen die Fehler knallhart”, sagt Schmitz.


